Spinnen in Australien: Welche Arten gibt es?
29. März 2025Australien ist bekannt für seine einzigartige Tierwelt – und dazu gehören auch die faszinierenden Achtbeiner. Das Land beherbergt einige der beeindruckendsten Exemplare der Welt. Von winzigen Springspinnen bis zu großen Vogelspinnen ist die Vielfalt enorm.
Die Beziehung der Menschen hier zu diesen Tieren ist ambivalent. Einerseits lösen sie Respekt aus, andererseits auch Furcht. Viele Arten sind harmlos, doch einige können gefährlich werden. Reisende sollten sich deshalb informieren.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die häufigsten und bemerkenswertesten Vertreter. Zudem liefert er praktische Tipps für den Umgang mit ihnen. So wird der Aufenthalt in Down Under sicher und entspannt.
Schlüsselerkenntnisse
- Australien hat eine große Vielfalt an Spinnenarten.
- Manche Arten sind harmlos, andere können gefährlich sein.
- Die Kultur des Landes sieht Spinnen mit Respekt und Furcht.
- Reisende sollten sich über die häufigsten Arten informieren.
- Praktische Tipps helfen, Begegnungen sicher zu meistern.
Einleitung: Spinnenvielfalt in Australien
Down Under beheimatet über 10.000 Spinnenarten, doch nur wenige sind gefährlich. Laut Erfahrungsberichten wie dem von Sabine Hopf sind 95% der Arten ungiftig. Das Paradox: Während giftige Exemplare selten vorkommen, sind harmlose Achtbeiner allgegenwärtig.
Diese Tiere spielen eine Schlüsselrolle im Ökosystem. Als natürliche Feinde von Insekten halten sie Schädlinge in Schach. Ohne sie wäre die Balance in der Natur schnell gestört.
Interessant ist der kulturelle Unterschied im Umgang mit ihnen. Im Outback gelten sie als nützliche Mitbewohner, in Städten lösen sie dagegen oft Panik aus. Einheimische lachen daher manchmal über Touristen, die beim Anblick einer Huntsman-Spinne in Deckung gehen.
Über die Jahrmillionen haben sich die Arten perfekt an ihre Umgebung angepasst. Manche tarnen sich, andere entwickelten spezielle Jagdtechniken. Diese Vielfalt macht Australien so einzigartig.
Dieser Artikel hilft, die Welt der Achtbeiner besser zu verstehen. Mit einfachen Regeln und Tipps wird jeder Aufenthalt sicher – ganz ohne unnötige Ängste.
Welche Spinnen gibt es in Australien? Die bekanntesten Arten
Von giftigen Jägern bis zu harmlosen Mitbewohnern – die Vielfalt ist enorm. Hier stellen wir vier der prägendsten Vertreter vor.

Die Rotrückenspinne (Latrodectus hasselti)
Mit nur 2-3 cm Länge ist diese Spinne klein, aber gefürchtet. Ihr Gift wirkt verzögert, kann aber starke Schmerzen verursachen. Glücklicherweise sind Bisse selten tödlich.
Erkennbar am roten Streifen auf dem Rücken, versteckt sie sich gern in Schuppen oder unter Steinen. Einheimische raten:
„Schütteln Sie Handschuhe und Schuhe vor dem Anziehen – besonders im Outback.“
Die Sydney-Trichternetzspinne (Atrax robustus)
Diese Art gilt als eine der gefährlichsten der Welt. Ihr Neurotoxin kann für Menschen tödlich sein. Mit 5-7 cm Körperlänge und aggressivem Verhalten ist Vorsicht geboten.
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
- Ruhe bewahren und die betroffene Stelle ruhigstellen.
- Notruf wählen oder sofort zum Arzt.
| Art | Gefahr | Symptome |
|---|---|---|
| Rotrückenspinne | Mittel | Schmerzen, Übelkeit |
| Trichternetzspinne | Hoch | Atemnot, Muskelkrämpfe |
Die Huntsman-Spinne
Mit bis zu 15 cm Spannweite wirkt sie bedrohlich, ist aber harmlos. Im Lebensraum der Einheimischen gilt sie als natürlicher Schädlingsbekämpfer. Ein Farmer erzählt:
„Sie jagt Kakerlaken – deshalb dulden wir sie in der Küche.“
Die „Birdeating“-Spinne
Mit 20 cm Körperlänge ist sie die größte Art. Durch ihre nachtaktive Lebensweise begegnet man ihr selten. Trotz des Namens ernährt sie sich meist von Insekten.
Fun Fact: Ihr Biss ist für Menschen weniger gefährlich als ein Wespenstich!
Gefährliche Spinnen und ihre Giftwirkung
Nicht jeder Biss ist lebensbedrohlich, doch bestimmte Neurotoxine erfordern schnelles Handeln. Die meisten Arten sind harmlos, aber wenige können für Menschen ernsthafte Risiken bergen.

Wie gefährlich sind Bisse wirklich?
Die Rotrückenspinne verursacht starke Schmerzen, doch Todesfälle sind selten. Ihr Gift wirkt langsam – Antivenin ist meist erfolgreich. Ganz anders die Sydney-Trichternetzspinne:
- Ihr Neurotoxin kann innerhalb von 15 Minuten tödlich sein.
- Seit 1981 gab es dank Antivenin jedoch keine Todesfälle mehr.
Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Typische Anzeichen eines Bisses:
- Lokale Schwellungen (bei Huntsman harmlos).
- Atemnot oder Muskelkrämpfe (Trichternetzspinne).
„Sofortige Ruhigstellung und Notruf sind entscheidend.“
Das Australische Rote Kreuz empfiehlt:
- Kein Abbinden der Wunde – das verschlimmert die Giftwirkung.
- Betroffene Gliedmaßen nicht bewegen.
Lebensräume: Wo leben diese Spinnen?
Ob Stadt oder Wildnis – jeder Lebensraum hat seine typischen Bewohner. Die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere ist erstaunlich. Während manche Arten feuchte Ecken bevorzugen, lieben andere trockene Verstecke.

Städtische Gebiete vs. Outback
In Großstädten wie Sydney findet man oft die Trichternetzspinne. Sie gräbt Erdhöhlen in feuchten Gärten. Im Land dagegen dominieren Huntsman-Spinnen. Sie klettern an Hauswänden oder verstecken sich in Carports.
Typische Verbreitungsmuster:
- Rotrückenspinnen: Garagen, Toilettenhäuschen, metallische Gegenstände
- Huntsman: Sonnenblenden in Autos, hinter Bildern
- Trichternetzspinne: Vorstädte mit lehmigem Boden
Verstecke in Häusern und Autos
Viele Arten suchen Schutz in menschlichen Behausungen. Besonders beliebt sind dunkle Ecken wie:
- Schuhschränke (vor dem Anziehen immer ausschütteln!)
- Fußräume im Auto (Huntsman-Spinnen lieben diese Wärme)
- Campingausrüstung (vor allem nach Lagerung im Freien)
„Eine regelmäßige Kontrolle von Handschuhen und Schuhen kann unangenehme Überraschungen verhindern.“
Im Land gelten Spinnen als natürliche Helfer gegen Insekten und sogar kleine Schlangen. Mit einfachen Maßnahmen wie Moskitonetzen oder Abdichtungen bleibt das Zuhause dennoch sicher.
Verhaltenstipps: So schützen Sie sich
Mit einfachen Maßnahmen können Sie Begegnungen mit Achtbeinern sicher meistern. Die meisten Regeln basieren auf Erfahrungen von Einheimischen und Reisenden. Wer sie befolgt, reduziert Risiken deutlich.

Sorgfalt bei Schuhen und Kleidung
Immer schuhe ausschütteln – besonders nach langer Lagerung. Sabine Hopf berichtet:
„Eine Rotrückenspinne in meinem Stiefel war eine schmerzhafte Lektion.“
Handschuhe und Hüte ebenfalls prüfen. In feuchten Ecken verstecken sich Tiere gern.
Outback und metallische Objekte
Metall speichert Wärme und zieht Achtbeiner an. Vorsicht bei:
- Campingausrüstung
- Werkzeugkisten
- Autotüren
Einmal im Jahr lohnt sich eine Grundreinigung solcher Gegenstände.
Spinnen im Auto richtig behandeln
Bei Huntsman-Spinnen in autos ruhig bleiben. So handeln Sie richtig:
- Fahrzeug sicher abstellen.
- Fenster öffnen – oft flieht das Tier von allein.
- Falls nötig: Glas und Pappe zum Umsetzen nutzen.
Die zweite Regel: Nie während der Fahrt panisch reagieren!
Fazit: Respekt statt Panik
Die faszinierende Welt der Achtbeiner verdient Respekt, nicht Angst. Als natürliche Jäger halten sie Insekten in Schach und sind ökologisch unverzichtbar. Wer ihr Verhalten versteht, reduziert Risiken deutlich.
Eine Spinne im Haus? Kein Grund zur Sorge. Statistisch sind Verkehrsunfälle oder Sonnenstiche gefährlicher. Einheimische leben seit Generationen mit diesen Tieren – oft als nützliche Mitbewohner.
Für Reisende gilt: spinnen meiden, aber nicht fürchten. Geführte Touren vermitteln sicheres Wissen. Notfall-Apps wie „Australian Bites“ bieten Hilfe im Ernstfall.
Down Under bleibt einzigartig – mit oder ohne Achtbeiner. Mit Vorsicht und Neugier wird jeder Trip unvergesslich.

